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Mein Praktikum in London

meine ersten Wochen in London

Die Vorbereitungen für das Praktikum haben schon zwei Wochen früher angefangen, da der Dresscode bei der Arbeit „Business Attire“ ist, und ich somit erstmal mehr Hemden gebraucht habe, um ein bisschen mehr Abwechslung zu haben und natürlich auch nicht zu oft waschen zu müssen.

Schon am ersten Arbeitstag konnte ich schon die großen Unterschiede des täglichen Pendelns in London zum Vergleich zu meiner Stadt in Deutschland erfahren. Die U-Bahnen fahren so häufig, dass man nicht zu einer bestimmten Uhrzeit an der Station ankommen muss, um „seine“ Bahn noch zu erreichen, sondern sich darauf verlassen kann, dass während der Rush-hour etwa alle 2-3 Minuten ein Zug ankommt. Das Nahverkehrsnetz ist auch soweit optimiert, dass selbst längere Strecken innerhalb kürzester Zeit zurückgelegt werden können. Der größte Nachteil ist die große Menschenmenge, die täglich am Morgen mit der U-Bahn pendelt. Dadurch wird es morgens in der U-Bahn oft sehr eng, teilweise verpasst man seine U-Bahn, da nicht alle wartenden Personen einsteigen können. Dies muss man unbedingt einberechnen, da besonders kurz vor neun die Schlangen vor den Bahnen so lange sind, dass man schon 2Bahnen verpassen kann.

Am ersten Tag wurde ich wirklich freundlich aufgenommen, die ersten Stunden bekam ich eine Willkommenspräsentation von Kollegen über alle wichtigen Informationen, die ich zu meinem Praktikum wissen sollte. Darauf wurde ich allen Mitarbeitern einzeln vorgestellt, wobei es natürlich unmöglich war, sich alle 40 Namen zu merken. Trotzdem war das eine gute Gelegenheit mit vielen Kollegen schon ins Gespräch zu kommen.

Das Unternehmen ist eine technische Recruitment Firma, die Arbeiter in technischen Bereichen entweder zeitweise an Kunden ausleiht oder dauerhaft an diese übergibt. Der Hauptsitz befindet sich in London, wo ich bei ihnen gearbeitet habe, weitere Standorte befinden sich in Abu Dhabi, Prag, Manchester und Valencia. Im Allgemeinen ist die Firma sehr ehrgeizig und hat es geschafft, nach Ihrer Gründung 2003 in den 15 Jahren eine Firma mit über 35 Millionen Pfund Umsatz und etwa 60 Mitarbeitern aufzubauen. In dem Jahr meines Praktikums gewann sie zudem mehrere Preise wie beispielsweise den Queens Award.

Ich wurde als Praktikant darauf direkt schon am ersten Tag ins Tagesgeschäft mit eingebunden, da es für diesen Tag dringende Aufgaben gab. Zum Beispiel haben wir noch für den gleichen Tag eine Unterkunft in Deutschland benötigt, woran ich mich sofort setzen konnte.

Das Unternehmen hat viele Benefits wie beispielsweise tägliches Obst, monatliche Betriebsfeiern oder auch am Anfang sind alle neuen Starter mit dem Geschäftsführer essen gegangen. Die Atmosphäre im Büro ist auch erstaunlich gut und falls man eine Frage hat, kann man einfach jemanden der Mitarbeiter fragen, die gerne helfen. Ein weiterer besonders großer Vorteil ist, dass es noch viele weitere internationale Praktikanten gibt, unter denen man oft die Pausen verbringt, aber auch darüber hinaus gemeinsam etwas an Abenden oder am Wochenende unternimmt.

Die Lage des Unternehmens ist nur ein paar Minuten von der Towerbridge entfernt, wodurch man während der Arbeit diesen atemberaubenden Ausblick genießen kann und auch vor und nach der Arbeit oft den schönen Uferweg neben der Towerbridge entlangläuft.

 

 

Nach wenigen Tagen hat man sich schon gut integriert und ist in die täglichen Geschäftsprozesse eingebracht. Man wird schnell ein wichtiger Teil des Teams, viele Mitarbeiter kommen auf einen zu, um Hilfe zu bekommen. Meistens benötigten sie Hilfe mit Deutsch, da nur zwei weitere Mitarbeiter Deutsch sprechen konnten und so half ich beispielsweise bei der Unterkunftssuche in Deutschland, aber auch bei der Korrespondenz mit den Kunden in Deutschland. 

Nach zwei Wochen kam auch noch eine weitere Praktikantin aus Deutschland in das Team, da es viel zu erledigen gab. Die Arbeit war sehr abwechslungsreich, da wir grob gesagt dem Sales Team bei allem möglichem aushalfen und so viele verschiedene Aufgaben bekamen. Spannend daran ist auch, dass man in engen Kontakt mit dem Sales Team arbeitet und somit deren Arbeit und damit den Kern des Geschäfts mitbekommt und darauf direkt reagiert. Spannend war besonders, dass man meistens abgesehen von ein paar standardmäßigen Aufgaben nicht wusste, was einen am nächsten Tag erwartet, da sich vieles mit einem Anruf ändern kann. Ich war viel mit den Klienten (Ausgeliehene Mitarbeiter) vor Ort in Gespräch, um die Eingliederung in die neue Arbeit und Stadt so einfach wie möglich zu gestalten. Hier hing auch vieles an der Persönlichkeit der Klienten ab, die teilweise alles selbstständig regeln wollten, teilweise aber auch von uns viel betreut werden mussten. 

Interessant war während der Arbeit auch sehr der internationale Aspekt. Einmal am Arbeitsplatz, da viele Mitarbeiter einen Migrationshintergrund hatten oder auch die Praktikanten aus vielen verschiedenen Ländern kamen und man damit viele neue Kulturen kennenlernt. Da die Firma aber weltweit tätig ist, lernt man auch globale Geschäfte kennen, die unterschiedlichen gesetzlichen Bestimmungen in Ländern, aber auch die unterschiedlichen Kulturen. Dabei lernte ich viel über die gesetzlichen Bestimmungen in verschiedenen Ländern und eines meiner Projekte war auch, das deutsche Steuersystem und dessen Erstattungsmöglichkeiten zu erarbeiten und darzustellen. Dies war notwendig, da immer mehr Klienten in Deutschland eingesetzt werden. Interessant waren aber genauso auch Anrufe in Länder wie Saudi-Arabien, da der Umgang ziemlich unterschiedlich ist. 

Einer meiner Gründe für ein Praktikum war auch um mein Englisch zu verbessern. Am Anfang war es relativ schwer britische Muttersprachler komplett zu verstehen, da sie größtenteils sehr schnell und mit starkem Akzent sprachen. Doch dies verbesserte sich mit Tag bis ich sie gegen Ende ohne Mühe verstand. Durch die täglichen Gespräche mit Kollegen lernte man auch viele weitere nützliche Worte. 

Das Unternehmen feierte während meines Praktikums das 15 Jährige bestehen und lud dabei auch die Praktikanten zu einer großen Feier mit Klienten und Mitarbeitern ein. Dies und viele weitere Aktionen wie beispielsweise Fußballspiele der Firma verschönerten die Zeit sehr und ermöglichte Freundschaften unter den Praktikanten und zu den Mitarbeitern. Jeden Freitag ging auch ein Großteil der Mitarbeiter nach der Arbeit in einen Pub, um gemeinsam ein paar Biere zu trinken und zu reden. Oft wird man hier auch von den Mitarbeitern eingeladen, die sich damit für die Arbeit, die wir für sie machen, bedanken. 

Die Arbeitszeit war von 9 Uhr bis 18 Uhr, womit man unter der Woche fast keine Zeit für weitere Aktivitäten hatte. Sightseeing war nur von außen möglich, da die meisten Orte in London schon um fünf oder sechs schließen. Trotzdem gab es immer genügend andere Dinge zu tun, wie man London genießen konnte. 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich wirklich froh bin, dieses Praktikum gemacht zu haben. Zum einen, da es eine unvergesslich schöne Zeit im wunderschönen London war und ich damit internationale Freunde gefunden habe. Zum anderen war aber auch die Erfahrung, die ich während der Arbeit sammeln konnte wirklich vielfältig und auf jeden Fall von Vorteil für meine Zukunft. 

ASB Internship Solutions Ltd. - Praktikum in London
33 Hanger Lane, London W5 3HJ, United Kingdom

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